Integrale Unternehmens-Evolution
Die organisationalen Reifestufen
Die zunehmende Komplexität von Markt und Aufgabenstellungen kompensiert eine Organisation in erster Linie mit „mehr vom Selben“. So wird eine starke Führungspersönlichkeit auf wachsende Anforderungen meist mit einer Verstärkung ihrer Führungsbemühungen antworten. Wer schon mehrere solcher „Wachstumsphasen“ erlebt hat, weiss, dass das bis zu einem gewissen Grad sehr gut funktioniert, aber dass dieser Art des „Lernens“ auch Grenzen gesetzt sind. Solche Grenzen können sich in Kundenreklamationen, Burnout, einer hohen Fehlerquote, steigendem Krankheitsstand, schlechtem Service und anderen unangenehmen Störungen zeigen. Nimmt die Unternehmensleitung hingegen die Firmensituation klar wahr, kann sie den notwendigen „Paradigmensprung“ rechtzeitig umsetzen und so die Krise in eine Chance verwandeln.
Ein Paradigmensprung bedeutet, dass das Unternehmen der gewachsenen Komplexität mit neuen organisatorischen Mitteln, neuen Partizipationsformen und einer neuen Form von Problembewältigung/ Lösungsfindung begegnet.
Beispiele, mit welchen „organisatorischen Mitteln“ (Paradigmen) eine Organisation ihre Aufgaben bewältigt:
- Die Heldenorganisation funktioniert dank einer starken Führung und Mitarbeitenden, die sich gerne an die klaren Vorgaben ihres Chefs halten.
- Die Ordnungsorientierung funktioniert dank klarer Regeln, Struktur und Ordnung. Es ist klar beschrieben wer was wann wie zu tun hat.
- Die Erfolgsorientierung lebt von klaren ehrgeizigen Zielen. Die Mitarbeitenden haben bezüglich des Wie’s viel Handlungsspielraum.
- Das Expertenteam funktioniert über eine hohe Sozialkompetenz der Teammitglieder. Alle Ziehen am gleichen Strick um die gemeinsamen Ziele zu erreichen.
- Je Höher die Reife-Stufe der Organisation ist, um so höher ist die Komplexität, die ein Unternehmen bewältigen kann.
In der Realität gibt es in einem Unternehmen oft gleichzeitig widersprüchliche und gegenläufige Paradigmen. So kann es sein, dass, kurz nachdem man mit dem Chef sehr ehrgeizige Einzelziele vereinbart hat, die gleichen Mitarbeitenden im Rahmen einer Teamentwicklung dazu aufgefordert werden, sich nun mehr für das Team als für die eigenen Ziele zu engagieren.
Der organisationale Flow-Kanal
![[ICPic003L.png] [ICPic003L.png]](http://integral-change.com/uploads/images/ICPic003L.png)
Sind die Entwicklungsstufen des Unternehmens nicht optimal auf die Herausforderungen von Markt und Aufgabenstellung abgestimmt, befindet sich das Unternehmen permanent im Unter- oder Überforderungsmodus. Beides führt zu Störungen, Burnout, Frustration, Fehlleistungen und viel Energieverschwendung.
Gleichzeitig gehen Entwicklungsprojekte nur sehr mühsam voran und erleben oft unerklärliche Verzögerungen und Rückschläge.
Gelingt es, die organisationale Reife optimal mit den aktuellen Herausforderungen zu synchro-nisieren, so gerät das Unternehmen in den Flow-Kanal. Die aktuellen Aufgaben werden mit Leichtigkeit bewältigt und gleichzeitig findet eine evolutionäre Weiterentwicklung statt.
Evolutionäre Entwicklung im Flow
![[ICPic004L.png] [ICPic004L.png]](http://integral-change.com/uploads/images/ICPic004L.png)
Bei einem Unternehmen im Flow-Kanal sind Herausforderungen und organisationale Reife optimal aufeinander abgestimmt. Dadurch ist eine hohe Leistungsfähigkeit mit gleichzeitiger evolutionärer Weiterentwicklung möglich. Die Klarheit über die anzustrebende Reifestufe hilft, die Kräfte zu bündeln. Das ergibt:
- Eine gemeinsame Sprache
- Ein gemeinsames Verständnis der Situation
- Eine gemeinsame Sicht auf die „Hebelpunkte“ der Entwicklung
- Einen gemeinsamen „Willen“
Das Ergebnis:
- Gute Produkte und Dienstleistungen und damit zufriedene Kunden
- Hohe Überlebensfähigkeit des Unternehmens
- Zufriedene Mitarbeitende
Unterschied zu anderen Veränderungsmodellen
Übliche Veränderungskonzepte:
- Ein Veränderungskonzept wird in mehreren Firmen erfolgreich angewendet
- Das Veränderungskonzept findet Eingang in die Beratungspraxis / Hochschulen / Literatur
- Das Veränderungskonzept wird durch andere Menschen als die „Erfinder“ in komplett anderen Situationen angewendet
- Bei der Implementierung des Veränderungskonzeptes fragt man sich dann plötzlich, warum es in dieser Firma wenig Erfolg zeigt. Man hat es doch „genau gleich gemacht“ wie bei den erfolgreichen anderen Firmen
Integral Change:
- Der Reifegrad des Unternehmens wird optimal auf die Herausforderungen abgestimmt.
- Gleichzeitig wird darauf geachtet, dass der aktuelle Entwicklungsschritt für das Unternehmen verkraftbar ist.
- optimal auf die Herausforderungen (Markt, Aufgabenstellung) des Unternehmens abgestimmt ist
- für die Unternehmung aktuell verkraftbar ist
- dass die Massnahmen untereinander hoch kompatibel sind und sich gegenseitig ergänzen.
- Die Veränderungen gehen sehr viel einfacher und geschmeidiger von statten, weil sie aus der Situation heraus „logisch“ sind.